Rente erst mit 69 – ob uns das lange Arbeiten gut tut

Er Auslöser der Diskussion um die Erhöhung des Rentenalters von 65 auf 69 Jahren ist natürlich in erster Linie ein finanzpolitischer. Das Durchschnittsalter der deutschen erhöht sich stetig und das Verhältnis von Rentnern zu Arbeitenden verschiebt sich immer weiter.

Wenn also die eingezahlten Mittel zur Sozialversicherung immer geringer werden und die entnommenen immer größer, dann kippt unser Sozialsystem. Nach Rechnungen der Bundesbank werden die Beitragssätze zur Sozialversicherung ohne eine Anhebung der Rentengrenze in den nächsten 50 Jahren von 40 auf 50% steigen. Die Anhebung der Rente auf 69 wird dagegen bis 2060 vorgeschlagen.

Werden die Menschen immer Gesünder und bleiben bis ins hohe Alter fit um den beruflichen Alltag zu bewältigen? Sicher ist in den letzten Jahrzehnten eine positive Entwicklung der älteren Bevölkerung zu beobachten. Aber nicht in jedem Beruf ist eine Tätigkeit über so viele Jahre möglich bzw. gesundheitlich empfehlenswert.

Vielleicht ist ein sinnvoller Mittelweg der fließende Übergang wie es schon heute mit den Möglichkeiten zum vorzeitigen Ruhestand angeboten wird. Denn vielen macht es ja Spaß auch im hohen Alter noch aktiv am Berufsleben teil zu haben und andere sind mit einem frühen Renteneintritt besser beraten.