Über Sinn und Unsinn neuer Hobbys

Es gibt Dinge, die schiebt man sein ganzes Leben vor sich her, immer mit der Aussicht: “Wenn ich in die Rente gehe, dann …“ Die einen meinen damit die Modelleisenbahn, die anderen den Umbau der Terrasse zum Wintergarten und wieder andere wollten schon immer einmal ein Instrument oder eine neue Sprache erlernen. Bisher war der Wille zwar da, es fehlte schlicht an Zeit. Und eh man sich versieht, macht man den ganzen Tag lang das, was alle anderen auch machen: Man löst Kreuzworträtsel, spielt Backgammon oder Rommé und tratscht über Krankheiten und Ärzte.

Es liegt in der Natur des Menschen, sein Leben nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch so interessant wie möglich zu gestalten. Doch nur weil man jahrelang theoretisch gern Gitarre spielen oder Modellschiffe bauen wollte, heißt es noch lange nicht, dass man selbiges dann auch praktisch umsetzen kann. Denn wie immer gilt auch hier: Wollen ist nicht gleich können.

Trotzdem ist es natürlich mehr als löblich, sich nicht nur mit alten Gewohnheiten zu beschäftigen, sondern sich Neuem zu öffnen. So bleibt der Alltag bunt und das Leben im besten Sinne aufregend. Allerdings gilt es hierbei einiges zu bedenken, denn ein neues Hobby, das inhaltlich und leistungstechnisch zu einem passt, ein Hobby, das man mit Freude und viel Herzblut ausübt, ist keinesfalls leicht zu finden. Aber es lohnt sich!